Mensch 2.0 – Homo perfectus?

Von Retortenbabys, Mischwesen und Cyborgs
Vortrag von Prof. Cullen am Freitag, 17.5.2019, 19.00 Uhr
im VHS-Forum im Kanzlerpalais, Fulda

Der perfekte Mensch – ein Traum der fast so alt ist wie die Menschheit. Löwenkräfte haben, wie ein Vogel fliegen können: das hat Menschen schon immer fasziniert.

Sind Sie in 20 Jahren Ausschussware? Fragen Sie Prof. Cullen!
Wo? Fulda, VHS-Forum im Kanzlerpalais
Wann? 17.5.2019, 19.00 Uhr

CDL Hessen und ALfA Fulda laden ein zum Vortrag mit anschließender Diskussion.

Der Eintritt ist frei.

 

Technik statt Tier? Während damals jedoch tierische Kräfte und Fähigkeiten ersehnt wurden, fasziniert heute die Technik: künstliche Intelligenz, Roboter mit menschlichen Eigenschaften, Maschinenmenschen, Cyborgs  sind die Visionen heutiger Wissenschaftler und Philosophen, die sich als Transhumanisten bezeichnen. Was aber sind genau die Vorstellungen dieser Transhumanisten, derjenigen also, die von einem besseren Menschen, dem Homo Perfectus eben, träumen?

Wollen wir diesen Mensch 2.0? Wer informiert ist, kann mitreden – bilden Sie sich ihre Meinung! Erfahren Sie mehr zu den Zielen und Werkzeugen der Transhumanisten, zum wissenschaftlichen Forschungsstand und von dem Menschenbild, das ihm zu Grunde liegt.

 

AUF EIN WORT – IHRE MEINUNG

  • „Die Vorstellung, es könnte in absehbarer Zeit Mischwesen geben, macht mir Angst für die Zukunft meiner Enkel."
    Monika Meyer, Mainz

  • „Die Menschheit wird bald auf „Leihmütter“ verzichten (können). Babys werden von der „Leihsau“/Hausschwein austragen, per Kaiserschnitt/Schlachtung wird entbunden und im Hofladen findet gegen Geld die Übergabe des so produzierten Menschenkindes statt. Brave new world. Davor graut mir als Krankenschwester und Pflegepädagogin.“
    M. M. aus München

  • Das Unvorstellbare ist Tatsache?
    Ich kann es immer noch nicht glauben, zu was "Menschen" alles fähig sind.
    Ulrich Fürst, Kaufbeuren

  • Wer meint, dass alle Forscher schon wissen, was sie tun und sich an einen allgemein verbindlichen Ehrenkodex halten, irrt leider. Schon letztes Jahr stellten Wissenschaftler den ersten Mensch-Schwein Embryo her – in den USA. Wer Heilung von Krankheit verspricht, darf offenbar alles.
    Cornelia Kaminski, Fulda

  • Einerseits werden ungeborene Kinder getötet, andererseits müssen in absehbarer Zukunft Kinder zur Welt kommen, denen man eigene Gene gestohlen oder fremde zwangseingesetzt hat. Beides wiederspricht dem Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit.
    Gertrud Brunner, Memmingen

  • Ich bin davon überzeugt, dass der Mensch hier definitv zu weit geht. Wir versuchen in Gottes Schöpfung einzugreifen, wollen es selbst in die Hand zu nehmen, anstatt unserem Schöpfer zu vertrauen. Jedes Leben ist einzigartig, kostbar und unantastbar und beginnt mit der Zeugung. Da können wir Menschen versuchen was wir wollen, wir werden daran nichts ändern, ausser uns selbst anstatt in Freiheit in Gefangenschaft zu bringen. Ich sage ganz klar NEIN zu jeglichen Versuchen dieses Art.
    Karin Ullmann, Ronsberg

  • Der Glaube an die Evolution des Menschen, der vor langer Zeit mit dem Schwein verbunden gewesen sei, beruht auf halbseidenen Argumenten mit irgendwelchen Zerfallsraten, und ist ein Dogma, das zu hinterfragen ist. Das Ausmerzen des Schwachen und Kranken zur Neuschöpfung von Arten ist die zentrale Grundlage der Evolutionstheorie. Wenn das stimmen würde, dürfte man den Menschen wieder mit dem Schwein verbinden - aus Optimierungsgründen  bzw. zur "Heilung" - und man dürfte im gleichen Zug den behinderten Ungeborenen das Lebensrecht nehmen. Nach Papst  Benededikt XVI. hilft der Glaube an einen liebenden Gott der Vernunft: Wir sollen das behinderte Leben schützen, sonst bekommen wir eine Inhumane Gesellschaft, in der niemand mehr sicher ist. Jeder hat irgendwo einen Gendefekt. Wissenschaftliche Beobachtung: Bei Überschreitung der Artengrenze sind die Nachkommen (z.B. von Esel und Pferd) steril,  durch Mutation und Selektion entstehen also keine Arten, sondern Abwandlungen innerhalb der Arten. Überschreitet nun der Mensch seine eigene Gattungsgrenze und vermischt sich mit dem Schwein, "wendet sich das Experiment gegen seinen Erfinder" wie beim Horrorfilm "Frankenstein": die gewünschte Verbesserung tritt nicht ein, stattdessen aber mindestens eine Gefährdung des Zusammenhalts unserer Gesellschaft, wenn nicht gar Schlimmeres durch nebenbei erzeugte Retroviren, gegen die nichts mehr hilft.
    Johannes Brunner, Memmingen

  • Finger weg von diesen schrecklichen Versuchen - soll der, von Gott wunderbar mit GEIST und Vernunft ausgestattete Mensch, (kein Tier hat Geist), zum Teilschwein degradiert werden? Das ist ethisch nicht zu verantworten. Die individuelle Würde des Menschen - Gen. 1, 26 : "Lasst uns den Menschen machen  als unser Abbild, uns ähnlich" - wird dadurch schwer verletzt.  Die Folgen sind nicht vorhersehbar.
    Gerda Fink, Memmingen

  • Vertreibung aus dem Paradies – wegen einer „Frucht“ - vom Baum der Weisheit und Erkenntnis? Kommen unsere Wissenschaftler und Forscher wieder in diese Versuchung, Dinge zu tun, die weit außerhalb der Freiheit / des Freiraumes des Menschen liegen?
    Für Eva war verlockend (lt. Genesis 3,6): der Baum, der eine Augenweide war und die Eigenschaft klug zu werden. Verlockend am Mischwesen (Mensch/Schwein) ist, dass auf Heilung gehofft wird. Das Ergebnis des Sündenfalles war katastrophal für die nachfolgenden Generationen, sind wir wieder an einem solchen Meilenstein angekommen?
    Robert Mößlang, Memmingen

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